Gästebuch

Christoph Müller
26.03.2015 16:38:36
Wenn zwei (ältere ) Herren eine Reise tun, oder zwei Freunde und ein
Hüttenaufenthalt im Zillertal. – Part One - the comming

Angedacht war die Anreise für Mittwoch. Im Verlauf der Abstimmungsgespräche zur Reiseroute,
welche in einer lauschigen Kellerbar im Vorspessart stattfanden, wurde die Anreise dann doch
kurzfristig auf Donnerstag 5:00Uhr früh verschoben.
Man fuhr auch tatsächlich gegen 5:30Uhr im Freigericht ab. Trotz der vorrausgegangenen
ausführlichen Abstimmung der Reisroute war das erste Hindernis bereits nach ca. 5km
Erreicht. Eine seit Monaten gesperrte Ortsdurchfahrt. ( Im übrigen allseits bekannt! )
Nach einer ausgiebigen Spessartrundfahrt war man dann so gegen 7:20Uhr im nahegelegenen
Aschaffenburg an der Auffahrt zur A3. Die restliche Anreise nahm dann bis ins Zillertal
einen relativ ruhigen Verlauf, sieht man von den üblichen zähen Streckenabschnitten ab.

Unterwegs einigte man sich darauf, in Anbetracht des fortgeschrittenen Alters und der
zunehmenden Gebrechlichkeit der Probanten, die Skier und Boards im Auto zu belassen, und
die Dinge doch lieber ruhig anzugehen.

Angekommen bei unserem Bauern folgte der wohl spannendste Teil des ganzen Wochenendes,
die Hüttenanfahrt mittels SKIDO.

Jetzt waren die Herren so gegen 17:00Uhr endlich da. Nach der Einweisung durch Herrn Dornauer
Und seiner Abfahrt erfolgte eine Bestandsaufnahme. Zum Entsetzen der Beteiligten stellte sich
Binnen kurzer Zeit heraus, dass sämtliche Verbindungen zu den Medien gekappt waren.
Im weiteren Verlauf des Abends entwickelte sich der Spruch „ Mach doch mal das Radio an „
in Ermangelung eines solchen zum running Gag.

Allerdings war am ersten Abend mehr die vorherrschende Kälte das Thema. Ofenbefeuerung und
und das Aufheizen der Hütte nahmen uns dann allerdings so in Anspruch, dass wir gegen 21:00Uhr
mit mehreren Lagen Kleidung die Nacht in Angriff nahmen, ohne dabei über die fehlenden Medien
weiter nachzudenken.
Christoph Müller
26.03.2015 16:37:54
Wenn zwei (ältere ) Herren eine Reise tun, oder zwei Freunde und ein
Hüttenaufenthalt im Zillertal. – Part two – a skibar far far away

Für den Freitag war dann der Besuch einer der nahegelegenen Skihütten geplant.
Nach einem kräftigen Frühstück starteten die Kandidaten ihren Marsch. Bereits nach wenigen
Metern entfachten sich heftige Diskussionen über den Wegeverlauf. Nachdem man erst
etwas aufgestiegen war, um dann wieder abzusteigen bevor man erneut aufstieg, trennten sich die
Wege. Herr F aus F vertraute dem Rat eines offensichtlich unkundigen Skitouristen, woraufhin
Herr M aus FM den Rückweg zu der zu diesem Zeitpunkt schon extrem sonnigen Terrasse
vor der Hütte antrat. ( ein im übrigen herrlicher, entspannter und extrem sonniger Tag )

Gegen 17:30Uhr erreichte eine leicht zornige, dampfende und grellrote runde Gestalt die
IC – Hütte und begann umgehend mit lauten, zum Teil unverständlichen Beschimpfungen
in Richtung des Herrn M. Wie sich binnen kürzester Zeit herausstellte, war dies Herr F, welcher unter schwersten Bedingungen nach ca. drei Stunden den Weg zur Platzlalm gefunden hatte, um dort festzustellen, dass er den Rückweg umgehend anzutreten hat, da er sonst Gefahr gelaufen wäre, sich in der Dunkelheit am Hang zu verirren. Den Hinweis von Herrn M, dass er genau dies um 10:00Uhr Präzise so vorhergesagt hätte, wies Herr F als irrelevant zurück.

Nach einem kurzen gemeinsamen Abendessen bezogen beide Herren dann in einer leicht
Gereizten Stimmung das jeweilige Schlafgemach.
Christoph Müller
26.03.2015 16:37:23
Wenn zwei (ältere ) Herren eine Reise tun, oder zwei Freunde und ein
Hüttenaufenthalt im Zillertal. – Part three – snowboule, the going

Am nächsten Tag, einem Samstag, war dann nach dem gemeinsamen Frühstück die Stimmung
wieder gut. Was tun mit diesem Tag? Gegen Mittag kam man auf die Idee mit Schneebällen eine Art von Wettbewerb zu beginnen. Wessen Schneeball rollt von oben durch zwei willkürlich festge-legte Weidezaunpfosten? Zum Einbruch der Dunkelheit konnten wir dann ganz überrascht feststel-len, mit welch einfachen Mitteln wir einen richtig coolen und unterhaltsamen Nachmittag hatten.

Der Abend? Nun, nach extrem erschöpfenden Schneeballspielen, und in Ermangelung von Zeugen
lässt sich heute nicht mehr zweifelsfrei feststellen wer hier zuerst eingeschlafen ist.
Nachweisen lässt sich heute nur noch, dass die Protagonisten den Sonntag so gegen 5:00Uhr mit
einer kurzen aber heftigen Auseinandersetzung begannen, in welcher versucht wurde zu klären, wer
denn nun am Vorabend als erster bereits so gegen 18:00Uh eingeschlafen war.

Schweigend wurde dann die Hütte aufgeräumt. Ein kurzes klärendes Gespräch führte dann
bei allen Beteiligten zu der Erkenntnis, dass sich die Körper einfach das genommen hatten was
sie brauchten.

Gegen 10:00Uhr am Sonntag erfolgte die Abreise. Per Skidoo zum Bauern, und von dort die
Rückreise, weitestgehend ereignislos und langweilig.


Montags dann der Anruf von Frau F, die sich bei Herrn M für einen zumindest kurzfristig
entspannten Gatten bedankte.


Alles in allem ein super Wochenende. Nur. Solltet Ihr beabsichtigen zur Hütte zu fahren, im
Winter nur mit Trainings- bzw. Jogginganzug für die Nacht; Für Musik solltet Ihr ein Radio
mitnehmen; W – Lan für den PC ist auch vorhanden; Ein TV soll angeschafft werden.


Mein Tipp: Verzichtet auf Radio, TV und Computer und geniest das Nichts. Macht Spiele,
redet miteinander, kocht zusammen…………. Nutzt diese Hütte zum Entschleunigen!

Genau dafür ist sie gemacht.

Herr M aus FM